Energieberatung für effiziente Gebäude richtig nutzen

Lesezeit: 4 min.

Inhaltsverzeichnis

Energieberatung Förderung: Schritt für Schritt

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

  • Die Energieberatung ist entscheidend für die effiziente Sanierung von Wohngebäuden.
  • Fördermittel reduzieren die finanziellen Belastungen für Eigentümer.
  • Die Beratung muss durch zugelassene Energieeffizienz-Experten erfolgen.
  • Anträge müssen online beim BAFA eingereicht werden.
  • Frühzeitige Antragstellung ist wichtig aufgrund geplanter Haushaltskürzungen.

Die Bedeutung der Energieberatung

Die Energieberatung ist entscheidend für die effiziente Sanierung von Wohngebäuden. Sie hilft nicht nur, den Energieverbrauch zu senken, sondern auch Fördermittel zu beanspruchen, die die finanziellen Belastungen mindern können. Durch fachkundige Beratung können individuelle Sanierungsfahrpläne erstellt werden, die energieeffiziente Maßnahmen wie die Sanierung der Gebäudehülle oder die Heizungsoptimierung beinhalten. Damit profitieren Sie nachhaltig von gleich mehreren Vorteilen.

Voraussetzungen für die Förderung

Um die Förderung für Energieberatung zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Beratung muss durch einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten erfolgen, dessen Qualifikationen über die Datenbank der Deutschen Energie-Agentur (dena) geprüft werden können.
  • Der Fokus sollte auf energieeffizienten Maßnahmen liegen, die für individuelle Sanierungsmaßnahmen von Bedeutung sind, wie z.B. die Optimierung von Heizungsanlagen und die Dämmung von Gebäuden.
  • Förderfähig sind nicht nur Privatpersonen, sondern auch Wohnungseigentümergemeinschaften, Unternehmen und Vereine.
  • In vielen BEG-Programmen ist eine Beratung zur Prüfung der Förderfähigkeit verpflichtend.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beantragung der Förderung

1. Experten finden

Der erste Schritt zur Inanspruchnahme von Fördermitteln ist die Suche nach einem Energieeffizienz-Experten. In der Datenbank der Deutschen Energie-Agentur (dena) finden Sie zertifizierte Fachleute, die Ihnen helfen können.

2. Beratung beauftragen

Sobald Sie einen Experten gefunden haben, beauftragen Sie diesen mit der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP). Dieser Plan umfasst notwendige Maßnahmen wie Dämmungen, Fensterwechsel oder die Installation von Photovoltaikanlagen.

3. Antrag stellen

Bevor Sie die Beratung in Anspruch nehmen, müssen Sie den Förderantrag online beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) einreichen. Nutzen Sie dazu das BAFA-Portal. Warten Sie auf den Förderbescheid, bevor Sie mit der Beratung fortfahren – BAFA.

4. Beratung durchführen

Im nächsten Schritt wird die Beratung durch den Experten durchgeführt. Die anfallenden Beratungskosten werden abgerechnet; Sie zahlen lediglich 50 % selbst und reichen die Rechnung und den entsprechenden Nachweis beim BAFA ein.

5. Auszahlung

Nach der Prüfung der Unterlagen überweist das BAFA den Zuschuss in Höhe von 50 %, begrenzt auf die genannten Höchstbeträge (650 € für Ein- oder Zweifamilienhäuser und 850 € für Mehrfamilienhäuser) – BAFA.

6. Weiterförderung nutzen

Mit dem abgeschlossenen iSFP haben Sie die Möglichkeit, von weiteren Förderungen zu profitieren, zum Beispiel von der KfW 458. Hierbei können bis zu 70 % der Heizkosten gefördert werden, wenn das Gebäude bestimmte Effizienzanforderungen erfüllt.

Wichtige Hinweise für 2026

Für das Jahr 2026 sind einige wesentliche Änderungen in der Förderlandschaft vorgesehen:

  • Haushaltskürzungen: Das Budget für die Bundesförderung wird von 15,3 Mrd. € (2025) auf ca. 12,1–12,6 Mrd. € sinken. Daher sollten Anträge möglichst früh gestellt werden, da die Mittel begrenzt sind.
  • Änderungen bei Wärmepumpen: Es wird strengere Regeln für Außengeräte von Wärmepumpen geben, die ≤ 10 dB unter dem EU-Grenzwert liegen müssen. Auch die Förderung für das Effizienzhaus 55 wird kommerziell befristet ermöglicht.
  • Es ist wichtig, die aktuelle Verfügbarkeit der Förderprogramme im Auge zu behalten, da diese trotz Haushaltsberatungen fortlaufen.

Fazit

Die Energieberatung fördert nicht nur die Energieeffizienz Ihrer Immobilie, sie ist auch der Schlüssel zu attraktiven Zuschüssen bei Sanierungsmaßnahmen. In sechs übersichtlichen Schritten können Sie die staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen und Ihr Immobilienprojekt nachhaltig gestalten.

Wir empfehlen, sich frühzeitig um einen Energieeffizienz-Experten zu kümmern und alle Förderschritte akkurat zu befolgen. Über die BAFA-Website erhalten Sie zudem stets aktuelle Informationen zur Förderlandschaft.

Fordern Sie jetzt Ihre unverbindliche Beratung an! Lassen Sie uns gemeinsam Ihre energetische Sanierung planen.

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FAQ

Was kostet eine Energieberatung? Die Kosten variieren, aber je nach Maßnahme müssen Sie nur 50 % selbst tragen.

Kann ich auch als Mieter die Förderung beantragen? Die Förderung richtet sich primär an Eigentümer, jedoch können auch Mietergemeinschaften profitieren.

Wie lange dauert der Prozess der Antragstellung? Der gesamte Prozess von der Antragstellung bis zur Auszahlung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen, planen Sie daher ausreichend Zeit ein.

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