Energieberatung für Nichtwohngebäude einfach erklärt
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- Transparente Energieverbräuche: Durch die Analyse werden Effizienzpotenziale identifiziert.
- Finanzielle Förderung: Energieberatungen werden staatlich unterstützt und sind Grundlage für Förderprogramme.
- Optimierte Bereiche: Fokussierung auf Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Warmwasserbereitung.
- Strategische Entscheidungen: Verbesserung der langfristigen Planung im Gebäudemanagement.
Was ist Energieberatung für Nichtwohngebäude?
Die Energieberatung nach DIN V 18599 ist speziell auf Nichtwohngebäude wie Bürogebäude, Schulen, Kindergärten, Hotels oder Produktionshallen zugeschnitten. Ziel dieser Beratung ist es, Energieverbräuche transparent zu machen und Effizienzpotenziale auszuschöpfen. Dies erfolgt durch eine umfassende Analyse der Gebäudehülle sowie der Anlagen zur Wärmeerzeugung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung und das Nutzerverhalten.
Der Hauptunterschied zu Wohngebäuden liegt darin, dass Nichtwohngebäude oft über unterschiedliche Nutzungszonen, aufwendige Anlagen- und Lüftungssysteme sowie stark schwankende Betriebszeiten verfügen, was die Beratung komplexer, jedoch auch wertvoller macht.
Wie läuft eine Energieberatung ab?
Eine Energieberatung gliedert sich in mehrere strukturierte Schritte:
- Ermittlung der Nettogrundfläche und der Energiebezugsfläche
- Analyse der Gebäudehülle, der Anlagen und des Nutzerverhaltens
- Erstellung einer Bilanzierung nach DIN V 18599
- Entwicklung eines Sanierungskonzepts mit Maßnahmenpaketen
- Betrachtung von aufeinander abgestimmten Maßnahmen über einen längeren Zeitraum
Im Mittelpunkt steht die ganzheitliche Betrachtung des Energieverbrauchs und die Entwicklung eines strukturierten Sanierungsfahrplans, der an die jeweilige Nutzung, Größe und Komplexität des Gebäudes angepasst ist.
Welche Bereiche werden optimiert?
Energieberatungen helfen dabei, Optimierungen in Bereichen mit dauerhaftem Energiebedarf gezielt zu identifizieren. Zu den optimierten Bereichen gehören unter anderem Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Warmwasserbereitung. Die Analyse dieser Elemente basiert auf der Norm DIN V 18599, die alle energetischen Aspekte abbildet.
Förderung und Unterstützung
Ein wesentlicher Vorteil der Energieberatung für Nichtwohngebäude ist die finanzielle Unterstützung. Diese Beratungen werden staatlich gefördert und sind die Grundlage für die Bundesförderung für effiziente Gebäude sowie die Erstellung eines Sanierungsfahrplans. Besonders erwähnenswert ist das BAFA Modul 2, ein Förderprogramm, das Energieberatungen in Nichtwohngebäuden unterstützt.
Hierbei wird die Energieberatung mit 50 % des förderfähigen Beratungshonorars bezuschusst, wobei die maximale Fördersumme sich nach der Nettogrundfläche des Gebäudes richtet. Diese Förderung gilt unter anderem für Kommunen, Unternehmen sowie soziale, kirchliche oder kulturelle Einrichtungen. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) können ebenfalls von der Förderung profitieren.
Nutzen der Beratung
Durch die Energieberatung erhalten Eigentümer und Verwalter viele Vorteile, darunter:
- Klarheit über den Ist-Zustand des Gebäudes: Dies ermöglicht ein besseres Verständnis der energetischen Situation.
- Identifizierung von Einsparpotenzialen: Durch die Analyse können konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung erarbeitet werden.
- Strategische Entscheidungsgrundlage für Gebäudemanagement: Die gewonnenen Daten unterstützen bei der langfristigen Planung.
- Hilfe zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen: insbesondere im Hinblick auf die neuesten gesetzlichen Auflagen zur Energieeffizienz.
- Wirtschaftlich sinnvolle und technisch durchdachte Maßnahmenpläne: Diese sind notwendig für eine nachhaltige Energienutzung im Nichtwohngebäudebereich.
Fazit
Die Energieberatung für Nichtwohngebäude stellt einen unverzichtbaren Schritt in Richtung nachhaltiger und kosteneffizienter Gebäudeverwaltung dar. Durch die gezielte Analyse, Planung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen können Eigentümer nicht nur Geld sparen, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Schonung unserer Ressourcen leisten.
Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten der Energieberatung erfahren oder eine individuelle Beratung anfordern möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
Fordern Sie jetzt Ihre unverbindliche Beratung an. Wir helfen Ihnen, Ihre energetische Sanierung effektiv zu planen und alle Fördermittel optimal zu nutzen.
FAQ
Was kostet eine Energieberatung für Nichtwohngebäude?
Die Kosten können je nach Größe und Komplexität des Gebäudes variieren. Staatliche Förderungen können die individuellen Kosten erheblich reduzieren.
Wie oft sollte eine Energieberatung durchgeführt werden?
Regelmäßige Beratungen, idealerweise alle 5 Jahre, sind empfehlenswert, um den energetischen Zustand des Gebäudes aktuell zu halten und neue Einsparpotenziale zu identifizieren.
Wer führt die Energieberatung durch?
Die Energieberatung sollte von zertifizierten Fachleuten durchgeführt werden, die Erfahrung in der energetischen Bewertung von Nichtwohngebäuden haben.